Stadt Warstein
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LOBBE "versorgt" rd. 8.700 Papiertonnen im Stadtgebiet mit elektronischen Datenträgern

Foto einer Papiertonne und des Chips, der eingebaut wird

Sämtliche im Stadtgebiet aufgestellten 240 l-Papiertonnen erhalten im Zeitraum vom 16. bis 27. April an den regulären Abfuhrterminen einen Chip. Zudem wird an allen Papiertonnen einschließlich Containern ( 1.100 L ) ein Adressaufkleber angebracht, auf dem die postalische Adresse, die Behälternummer, der Behältertyp sowie ein Barcode, der verschlüsselt die Behälternummer wiedergibt, vermerkt sind.

Die Ausstattung der Papiertonnen mit dem elektronischen Datenträger und dem Aufkleber durch das Entsorgungsunternehmen Lobbe wird zwei Wochen dauern. "Durch die Umsetzung dieser Maßnahme können wir zukünftig auch bei der Papiertonne die Abfallentsorgung optimal organisieren. Der Chip bringt Objekt- und Behälterdaten zusammen, schafft eine klare Zuordnung und ermöglicht uns damit auch bei der Papiertonne ein modernes Abfallbehältermanagement.
Wie zuletzt 2013 bei der elektronischen Erfassung der Biotonnen werden auch diesmal weder auf dem Chip noch auf dem Aufkleber personenbezogene Daten gespeichert", sagt Berthold Dresbur, Sachgebietsleiter Abfall und Steuern bei der Stadtverwaltung Warstein. Der Aufkleber auf der Papiertonne zeigt dem Müllwagenfahrer von Lobbe, dass es sich um eine registrierte Tonne handelt. Deshalb darf er nicht entfernt werden. Für den Tonnennutzer ist es wichtig zu wissen, dass auf dem Etikett die postalische Adresse aufgedruckt ist - diese weicht in einigen Fällen von der Abfuhradresse ab.

Vorteile der elektronischen Erfassung

Es kommt selten vor - aber es ist dann ärgerlich: Plötzlich fehlt die Papiertonne, die zur Leerung an der Straße stand und taucht nicht wieder auf. Oder man findet stattdessen eine Papiertonne vielleicht aus der Nachbarschaft mit einem beschädigten Deckel. Auch auf einem Grundstück mit einem  leerstehenden Haus muss keine Papiertonne stehen.
Zukünftig können solche Fälle schnell bearbeitet werden: Der Chip, zusammen mit dem Aufkleber, ordnet der Tonne nun eine eindeutige Adresse zu. Er macht die Tonne damit unverwechselbar. "Die elektronische Behältererfassung bringt uns in die Lage, den einzelnen Behälter sofort zu identifizieren und z. B. bei Beschädigung oder Verlust direkt für Ersatz zu sorgen", sagt Tanja Kemper vom Sachgebiet Abfall und Steuern. "Unser Behälterservice wird dadurch auch bei der Papiertonne vereinfacht und verbessert", bringt sie es auf den Punkt.

Papiertonne bleibt gebührenfrei

Die Kosten  für die Benutzung eines Papierbehälters,  der weiter im 4-wöchentlichen Rhythmus geleert wird, werden bereits durch die Grundgebühr gedeckt. "Damit ist und bleibt die Papiertonne für die Privathaushalte sondergebührenfrei", stellt der Erste Beigeordnete und Stadtkämmerer Stefan Redder klar. "Die Kosten für die Umsetzung dieser Maßnahme können wir durch Kosteneinsparungen bei der Erbringung anderer abfallwirtschaftlicher Leistungen decken", klärt er auf. Deshalb wird sich die Grundgebühr nicht erhöhen.

Modernes Abfallbehältermanagement bereits seit 1992

Im gesamten Stadtgebiet sind bei einer Einwohnerzahl von rd. 26.000 (Stand: 01.01.2018) übrigens rd. 13.700 Haushalte registriert, die ihre Papierabfälle über die Papiertonne entsorgen können. Lobbe hat bereits 2013 die Biotonne mit einem elektronischen Datenträger nachträglich ausgestattet. Im Gegensatz zur Restmülltonne werden bei der Biotonne jedoch keine Leerungen gezählt und nach deren Anzahl abgerechnet. Bei der Biotonne wird nach wie vor eine Pauschalgebühr berechnet. Die Stadt Warstein war übrigens bereits 1992 Vorreiter in modernem Abfallbehältermanagement: Als erste deutsche Stadt führte sie bei der Restmülltonne  die automatisierte Gefäßerkennung bei der Entleerung ein. Seitdem wird die Restmüllentsorgung auch verursachergerecht nach der Behälterleerungszahl automatisiert abgerechnet. Auch der Chip in der Restmülltonne enthält keine personenbezogenen Daten.