Stadt Warstein
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Belecke

Schon 938 wurde eine Burg Belecke - Castellum Baduliki - von drei namhaften Geschichtsschreibern genannt: der Nonne Roswitha von Gandersheim, dem Mönch Widukind von Corvey und dem Erzbischof Adalbert von Magdeburg. Um 980 machte Kaiser Otto II. seiner Gemahlin Theophanou den ,,Locus Patelecke" zum Geschenk. 1009 erwarb Heinrich II. den Ort ,,Curtis Badilicka" vom Kloster Gandersheim als Königsgut zurück. Nach ihm ist auch das Kaiser-Heinrich-Bad mit seiner Heilquelle benannt.
Erzbischof Anno II. von Köln vermachte 1064 dem Kloster Siegburg den Zehnten zu Belecke, der 1072 auf Grafschaft übertragen wurde. Hiermit begann eine Verbindung zu diesem Kloster, die bis zur Säkularisation im Jahre 1803 anhielt. Die Gründung der Stadt Belecke mit 60 Hausstätten erfolgte in der 2. Hälfte des 13. Jahrhunderts auf dem ,,Propsteiberge", der zum Besitz des Klosters gehörte. Der Erzbischof und Kurfürst Siegfried II. von Köln verlieh durch Urkunde vom 12. Dezember 1296 das Stadtrecht (Rüthener Recht).
Kriege, Pest und Brände verschonten auch Belecke nicht. Während der ,,Soester Fehde" (1444-1449) wehrten die Bürger am Mittwoch vor Pfingsten 1448 einen Angriff der Soester erfolgreich ab. Als ,,Sturmtag" wird dieser Tag bis heute mit Gottesdienst und Gedenkfeier begangen. Beim letzten großen Stadtbrand 1805 brannten 58 Häuser (2/3der Stadt) ab.
Bis weit in das vorige Jahrhundert war Belecke ein Ackerbürgerstädtchen geblieben mit einem geringen Anteil an Handwerk und Handel, obwohl es Mitglied der Hanse war. Mit dem Bau fester Straßen und der Eisenbahnlinien war Belecke zu einem wichtigen Verkehrsknotenpunkt geworden.
Die Siepmann-Werke errichteten 1911 ein Zweigwerk in Belecke. Der eigentliche Industrialisierungsprozeß setzte nach dem 2. Weltkrieg ein (AEG, Persta, eupec). Die Einwohnerzahl verdreifachte sich, eine erhebliche Ausweitung der Wohngebiete erfolgte. Handel, Handwerk, Gewerbe und Dienstleistungssbetriebe prägen heute das Leben dieser Stadt.

 

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www.belecke.de/
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